Vermögensverwaltung

Die Vermögensverwaltung (auch Asset Management oder Wertschöpfungsmanagement) gehört zu den zentralen Finanzdienstleistungen und beschreibt das Treffen von (Finanz-)Anlageentscheidungen durch eine dritte Person, die als Vermögensverwalter fungiert[1].

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Hintergründe
1.1 Vermögensverwaltung für Private
1.1.1 Kritiken der Vermögensverwaltung
1.1.2 Zugang zu Vermögensverwaltung
1.2 Vermögensverwaltung im Unternehmen
2 Literatur
3 Einzelnachweise


Hintergründe [Bearbeiten]
Im Gegensatz zur Vermögens- oder Anlageberatung werden bei der Vermögensverwaltung nicht nur Anlageratschläge erteilt, sondern Anlageentscheidungen auch eigenständig durch den Vermögensverwalter getroffen. Im Mittelpunkt dieses Geschäftsfeldes steht die Verwaltung bedeutender privater und institutioneller in- und ausländischer Vermögen („Assets“) verschiedener Anlagen-Klassen (Aktien, Renten, Immobilien und Liquidität). Ziel der Vermögensverwaltung ist es dabei, das Vermögensportfolio des Kunden unter Berücksichtigung seiner spezifischen Risikosituation und -freudigkeit sowie seiner Lebensplanung zu optimieren.

Vermögensverwaltung für Private [Bearbeiten]
Privatpersonen stehen Vermögensverwalter seitens von Geschäftsbanken und des freien Marktes zur Verfügung. Die Vermögensverwalter optimieren und pflegen die Anlagen im Sinne des Kunden. Im Gegensatz zu Fonds wird ein Portfolio gemäß den persönlichen Bedürfnissen zusammengestellt. Hierbei werden auch Aspekte wie die individuelle Werterhaltung berücksichtigt (z. B. Wertpapiere von Rüstungsbetrieben ausgeschlossen).

Wohlhabende Privatpersonen engagieren einen Vermögensverwalter, wenn die Betreuung des Vermögens zu viel Zeit in Anspruch nimmt und/ oder der Eigentümer sich die nötigen Kompetenzen nicht aneignen will. Vermögensverwaltungs-Mandate stehen Anlegern mit frei verfügbarem Vermögen ab einigen 100.000 USD/EUR zur Verfügung.

Kritiken der Vermögensverwaltung [Bearbeiten]
Bieten Banken Vermögensverwaltung an, so besteht die Gefahr von Interessenkonflikten, da die Bank durch den Vertrieb von eigenen Finanzprodukten in das Portfolio des Kunden sowohl an der Vermögensverwaltung als auch an dem Produkt verdient. Unabhängige Vermögensverwalter beziehen teilweise Retrozessionen, welche denselben Effekt haben. Aus den genannten Gründen wünschen die Kunden deshalb Kostentransparenz und Kostengarantien welche die maximalen Kosten begrenzen (Total Expense Ratio Warranty).

Zugang zu Vermögensverwaltung [Bearbeiten]
Privatbanken und größere Retailbanken bieten in der Regel Vermögensverwaltungs-Mandate an. Hoch personalisierte Dienstleistungen erbringen vor allem die unabhängigen Vermögensverwalter.

Verschiedene Internet-Plattformen bieten Zugang zu Vermögensverwaltung:

Die Advisory Exchange Lounge[2] ermöglicht die Auswahl eines passenden Vermögensverwalters aus der Schweiz in wenigen Minuten.
Der Verband Schweizer Vermögensverwalter[3] listet seine Mitglieder auf
Vermögensverwaltung im Unternehmen [Bearbeiten]
Bei der Vermögensverwaltung geht es um die gezielte Optimierung des gebundenen Geschäftsvermögens zur Sicherstellung eines wirtschaftlich erfolgreichen Geschäftsbetriebes.

Die Vermögensverwaltung kann mit dem Ziel betrieben werden, eine hohe Wertsteigerung mit dem gegebenen Kapital (Maximumprinzip) zu erreichen; denkbar ist auch das Ziel, eine geplante Wertsteigerung durch möglichst wenig Kapital zu erreichen (Minimumprinzip).

Die Wertsteigerung ist z. B. messbar über den Economic Value Added (EVA).

Literatur [Bearbeiten]
Klaus Spremann: Vermögensverwaltung, Gebundene Ausgabe: 445 Seiten, Oldenbourg (August 1999), ISBN 978-3486252583
Einzelnachweise [Bearbeiten]
↑ http://www.umbricht.ch/pdf/Anlegerschaden290905.pdf
↑ http://www.advisoryexchangelounge.ch
↑ http://www.vsv-asg.ch
Von „http://de.wikipedia.org/wiki/Verm%C3%B6gensverwaltung“
Kategorien: Bankwesen | Finanzdienstleistung